Ich will offene Märkte — gegen jeden, der sie schliessen möchte.
Die Wirtschaftsfreiheit garantiert den freien Zugang zu einer Erwerbstätigkeit. Sie garantiert niemandem, dass sein Geschäftsmodell weiterhin trägt. Ich lehne Subventionen, Kontingente und Zulassungshürden ab, die Bestehendes schützen statt Qualität zu sichern — auch dann, wenn die Branche traditionsreich, regional verankert oder politisch gut vertreten ist. Davon unterscheide ich die Abgeltung einer klar definierten Leistung, die im Wettbewerb nicht entsteht, etwa die Grundversorgung in Randregionen: Das ist die Bezahlung eines Auftrags, sofern sie ausgeschrieben, befristet und an die Leistung gebunden ist statt an den Empfänger.
Im Parteiprogramm: Offene Märkte (Bereich 5, Punkt 1) · k-ina.ch
Ich schütze die arbeitende Person, nicht ihre Stelle.
Ich unterstütze Schutz bei Gesundheit und Arbeitszeit, Schutz vor missbräuchlicher Kündigung, eine funktionierende Sozialpartnerschaft und die Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsverträgen dort, wo die Sozialpartner sie tragen. Die staatliche Erhaltung von Unternehmen oder Branchen, die im Wettbewerb nicht mehr tragfähig sind, unterstütze ich nicht: Wer eine Stelle mit Steuergeld sichert, belastet alle anderen, damit einer bleibt. Meine Antwort auf Strukturwandel ist die Weiterbildung der betroffenen Menschen.
Im Parteiprogramm: Arbeit schützen, nicht Stellen konservieren (Bereich 5, Punkt 2) · k-ina.ch
Ich will Steuern nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
Über die Höhe sagt die Verfassung nichts, über die Verteilung viel. Ich lehne Vorlagen ab, die Einkommensarten ohne sachlichen Grund ungleich behandeln, insbesondere die systematische Bevorzugung von Kapital- gegenüber Arbeitseinkommen. Die Grenze der Leistungsfähigkeit sehe ich dort erreicht, wo eine Steuer bei fehlendem Ertrag zur Verwertung der Substanz zwingt. Und ich lehne Steuersenkungen ab, deren Gegenfinanzierung nicht ausgewiesen ist — wer heute senkt, ohne zu sagen, wo gekürzt wird, verschiebt den Entscheid auf später und auf andere.
Im Parteiprogramm: Besteuerung nach Leistungsfähigkeit (Bereich 5, Punkt 3) · k-ina.ch
Ich will Aufsicht über Marktmacht, weil ein freier Markt sich sonst selbst abschafft.
Ich unterstütze eine wirksam ausgestattete Wettbewerbsbehörde und wende denselben Auftrag dort an, wo Marktmacht nicht auf Kapital, sondern auf Daten und Netzwerkeffekten beruht. Ich setze zuerst bei den Wechselhürden an — Datenportabilität, Schnittstellen, Vergleichbarkeit — und erst zuletzt beim Preis. Algorithmische Preisabsprachen sind Absprachen, auch wenn niemand miteinander gesprochen hat.
Im Parteiprogramm: Aufsicht über Marktmacht (Bereich 5, Punkt 4) · k-ina.ch
Ich will bessere Arbeit, nicht längere.
Zusätzlicher Wohlstand kann kaum aus mehr Stunden kommen, sondern nur aus höherer Produktivität je Stunde. Ich lehne es ab, den Fachkräftemangel in erster Linie mit längeren Arbeitszeiten zu beantworten. Und wo Automatisierung Arbeit ersetzt, lautet meine Frage nicht, ob man das verhindert, sondern wie die Gewinne daraus verteilt werden. Diese Frage stelle ich, bevor die Verschiebung eingetreten ist.
Im Parteiprogramm: Produktivität statt mehr Stunden (Bereich 5, Punkt 5) · k-ina.ch
Ergänzung N3Fundstelle: Programmbereich 5, Punkt 5 · Status: entschieden
Produktivität wächst durch Automatisierung, durch durchgehend digitale Verfahren zwischen Unternehmen und Verwaltung und durch den Abbau von Meldepflichten mit nachgewiesen geringem Nutzen.
Herkunft: po-k-ina-credo-und-programm-ina-k-v0.1.md, «Was ich politisch will — Wirtschaft und Arbeit» · Version V0.1 · Zustand bestaetigt · Stand 2026-08-30 · erzeugt von claude-opus-5 (Inhaltsrolle) · übernommen am 2026-08-31