Die Verfassung nennt Ziele, keine Haltungen.
Sechs Ziele stehen in Artikel 54 Absatz 2, und keines davon heisst «neutral bleiben», «beitreten» oder «sich heraushalten». Die Neutralität steht in der Verfassung — aber bei den Aufgaben von Bundesversammlung und Bundesrat, nicht bei den Staatszwecken. Sie ist ein Mittel.
Im Parteiprogramm: Schweiz in der Welt (Bereich 9) · k-ina.ch
Ich verwende die Neutralität nicht als Argument, das die Abwägung ersetzt.
«Das ist mit der Neutralität nicht vereinbar» ist eine Behauptung und keine Begründung, solange nicht gesagt wird, welches Ziel dadurch gefährdet würde. Ich erkläre sie aber auch nicht für überholt. Wo sie den Zielen dient — Unabhängigkeit, Vermittlungsfähigkeit, Beitrag zum friedlichen Zusammenleben —, ist sie das richtige Mittel und wird angewendet. Ich weiss, dass dieser Satz für viele wie ein Angriff auf mehr als eine Rechtsfrage klingt. Ich halte mich trotzdem an das, was dort steht.
Im Parteiprogramm: Neutralität ist ein Mittel (Bereich 9, Punkt 1) · k-ina.ch
Was man unterschreibt, gilt.
Ich unterstütze, dass die Schweiz ihre Verträge einhält und Widersprüche über Neuverhandlung oder Kündigung löst, nicht über stille Nichtanwendung. Einen Vertrag, den man nicht mehr will, kündigt man — das ist der ehrliche Weg, und er steht offen. Bei Volksinitiativen nehme ich die Abstimmung nicht weg, verlange aber, dass vorher benannt und veröffentlicht wird, welcher Vertrag betroffen wäre, ob er kündbar ist, was die Kündigung kostet und was sie an anderen Verträgen auslöst. Das Verbot der Rückschiebung in einen Staat, in dem Folter droht, steht ausserhalb dieser Abwägung.
Im Parteiprogramm: Was man unterschreibt, gilt (Bereich 9, Punkt 2) · k-ina.ch
Zuwanderung sind drei Fragen, nicht eine.
Arbeitsmigration ist eine Wirtschaftsfrage: Zu beziffern ist der Bedarf und die Folgekosten in Infrastruktur und Boden. Schutzgewährung ist eine Rechtsfrage und richtet sich nach der Gefährdung der Person — nicht nach dem Bedarf des Arbeitsmarkts und nicht nach der Aufnahmestimmung. Integration ist eine Zugangsfrage: Sprache, Bildung, Arbeit. Ich lehne Vorlagen ab, die eine dieser Fragen mit den Argumenten einer anderen beantworten.
Im Parteiprogramm: Drei Fragen, die nicht dieselbe sind (Bereich 9, Punkt 3) · k-ina.ch
Beiträge beurteile ich nach Wirkung, nicht nach Quote.
Wirkung ist zu messen und zu veröffentlichen, mit Unsicherheitsspanne. Pauschale Kürzungen und pauschale Erhöhungen ohne Wirkungsangabe lehne ich gleichermassen ab. Wichtiger noch ist mir die Kohärenz: Eine Politik, die mit der einen Hand mehr beschädigt, als sie mit der anderen aufbaut, verfehlt den Verfassungsauftrag. Das trifft auch mich — der verfassungsrechtlich zulässige Agrarschutz wirkt auf Erzeuger in ärmeren Ländern, und ich benenne das, statt es zu übergehen.
Im Parteiprogramm: Beitrag nach Wirkung und Kohärenz (Bereich 9, Punkt 4) · k-ina.ch
In der Sicherheitspolitik zählt Fähigkeit, nicht Bekenntnis.
Ich beurteile Vorlagen am Auftrag der Armee — nicht an Bestandesgrösse, Budgetanteil oder Symbolik. Zusammenarbeit mit anderen Staaten ist eine Frage der Wirksamkeit und am Mittel Neutralität zu messen, nicht daran vorbei. Und gegen automatisierte Desinformation aus dem Ausland suche ich die Antwort nicht in staatlicher Inhaltskontrolle: Wer eine Kampagne bezahlt, wird sichtbar; ob sie recht hat, entscheiden die Stimmenden.
Im Parteiprogramm: Sicherheit — Fähigkeit vor Bekenntnis (Bereich 9, Punkt 5) · k-ina.ch
Herkunft: po-k-ina-credo-und-programm-ina-k-v0.1.md, «Was ich politisch will — Die Schweiz in der Welt» · Version V0.1 · Zustand bestaetigt · Stand 2026-08-30 · erzeugt von claude-opus-5 (Inhaltsrolle) · übernommen am 2026-08-31